Bridge the Gap.

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Krüger

In 3 Aussagen genannt.

Feststellung Teil 2, Kap. 3, Abschnitt 2.1.4 — Berichterstattung van Thiel S. 296–297

Van Thiel berichtete im Sommer 2021 per E-Mail statt DKOR („nicht alles kommt gut in Berlin an”); später als „Fehler” bezeichnet

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„Es ist mir im Vorfeld bei den Vorbereitungsgesprächen … relativ klar bedeutet worden, wenn ich offen berichten will, muss ich vorsichtig sein. Nicht …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Es ist mir im Vorfeld bei den Vorbereitungsgesprächen … relativ klar bedeutet worden, wenn ich offen berichten will, muss ich vorsichtig sein. Nicht alles kommt gut in Berlin an. Dann sollte ich bitte auf Email gehen. … Der Zeuge van Thiel hat ausgesagt, dass er „einen Fehler begangen” habe, bei seiner Berichterstattung im Sommer 2021 „nicht doch das DKOR-Format” gewählt zu haben.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 296–297 (Original, neues Fenster)

Der ab 11.07.2021 als Geschäftsträger der Botschaft Kabul amtierende van Thiel berichtete im Sommer 2021 überwiegend per E-Mail statt per Diplomatischer Korrespondenz (DKOR). Hintergrund: Vorbereitungsgespräche hätten ihm signalisiert, „nicht alles kommt gut in Berlin an”, denn beim DKOR-Versand sei der Mindestverteiler das ganze Haus. Im Nachhinein bezeichnete er die Wahl des E-Mail-Formats als „Fehler”. Beide Staatssekretäre verwiesen darauf, dass DKORs sie automatisch erreichten, E-Mails nur abhängig vom Verteiler.

Thema: Lageeinschätzung Sommer 2021 Akteure: Jan Hendrik van Thiel, Berger, Krüger abschlussbericht\teil2-kap3-lageentwicklung.json
Feststellung Teil 2, Kap. 3, Abschnitt 2.2.3.b — Asyllagebericht 15.07.2021 S. 301–302

Asyllagebericht des AA vom 15.07.2021 sieht „keine grundlegend veränderte Lageeinschätzung” (Bearbeitungsstand Mai 2021); „schleichender Prozess der Unterdrückung” noch nicht feststellbar

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„In einer Vorlage zur Information an den damaligen Bundesinnenminister Seehofer, in der über den Asyllagebericht berichtet wurde, hieß es, dass „der …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„In einer Vorlage zur Information an den damaligen Bundesinnenminister Seehofer, in der über den Asyllagebericht berichtet wurde, hieß es, dass „der aktuelle Lagebericht zu keiner grundlegend veränderten Lageeinschätzung in AFG” komme. Dort hieß es mitunter, dass darin „keine gravierenden Veränderungen der Sicherheitslage” erkennbar gewesen seien.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 301–302 (Original, neues Fenster)

Der Asyllagebericht des AA vom 15.07.2021 (inhaltlicher Bearbeitungsstand Mai 2021) stellte „keine grundlegend veränderte Lageeinschätzung” für Afghanistan fest. Eine Vorlage an Innenminister Seehofer wertete den Bericht entsprechend. Krüger erklärte: Zum Erstellungszeitpunkt seien die meisten Provinzen noch nicht in „Talibangewalt” gewesen, der „schleichende, aber stetige Prozess der Unterdrückung” sei noch nicht feststellbar gewesen.

Thema: Humanitäre Lage 2021-07-15 Akteure: Auswärtiges Amt, Krüger, Horst Seehofer abschlussbericht\teil2-kap3-lageentwicklung.json
Feststellung Teil 2, Kap. 7, 3.4 — Hausbesprechung 12.08. S. 526–527

AA-Hausbesprechung 12.08.2021 unter Leendertse; Krüger: „Realitätsverlust“ Ghani; van Thiel nicht zugeschaltet

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„• Mit militärischen Auseinandersetzungen in Kabul in einigen Wochen ist zu rechnen. • Präsident Ghani (und AFG Regierungsmitglieder) ist völlig …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„• Mit militärischen Auseinandersetzungen in Kabul in einigen Wochen ist zu rechnen. • Präsident Ghani (und AFG Regierungsmitglieder) ist völlig isoliert und hat keinen Zugriff mehr auf die Lage („Realitätsverlust“), er wird sich absehbar nicht mehr lange halten können.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 526–527 (Original, neues Fenster)

Am 12.08.2021 fand im AA eine Hausbesprechung unter Leitung von Staatssekretärin Leendertse statt (in Vertretung des urlaubsbedingt abwesenden Staatssekretärs Berger). Der Länderreferatsleiter Krüger sprach von „Realitätsverlust“ Ghanis und erwarteter militärischer Auseinandersetzung in Kabul „in einigen Wochen“. Der designierte Botschafter Potzel wurde zugeschaltet, Geschäftsträger van Thiel jedoch nicht, was Potzel intern als „etwas merkwürdig“ bezeichnete.

Thema: Ressortabstimmung 2021-08-12 Akteure: Leendertse, Krüger, Potzel, Jan Hendrik van Thiel abschlussbericht\teil2-kap7-evakuierung.json