Meyer (King's College London): Warnungen aus mittel- und osteuropäischen Staaten nach Georgien-Krieg 2008 wurden weitgehend ignoriert
„Nach dem Krieg zwischen Russland und Georgien 2008 seien „Warnungen aus mittel- und osteuropäischen Staaten vor der revisionistischen und aggressiven …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Nach dem Krieg zwischen Russland und Georgien 2008 seien „Warnungen aus mittel- und osteuropäischen Staaten vor der revisionistischen und aggressiven Politik Russlands gerade auf der politischen Leitungsebene weitestgehend ignoriert“ worden, so sein Befund. Deutsche Analysten hätten 2013 zwar erkannt, dass Russland die Annäherung der Ukraine an den Westen und die EU abgelehnt habe, diese Ablehnung allerdings unterschätzt. Man habe auch nicht damit gerechnet, dass Russland bereit sein würde, internationales Recht „auf derart eklatante Weise durch eine gewaltsame Annexion zu brechen“.“
Christoph Meyer (King's College London) gab in der Anhörung am 22.04.2024 eine Einschätzung zu Schwächen deutscher Krisenfrüherkennung am Beispiel der Ukraine 2013/2014: Nach dem Krieg zwischen Russland und Georgien 2008 seien „Warnungen aus mittel- und osteuropäischen Staaten vor der revisionistischen und aggressiven Politik Russlands gerade auf der politischen Leitungsebene weitestgehend ignoriert” worden. Deutsche Analysten hätten 2013 die russische Ablehnung der EU-Annäherung der Ukraine unterschätzt und nicht damit gerechnet, dass Russland internationales Recht „auf derart eklatante Weise durch eine gewaltsame Annexion” brechen würde.
Thema: Lehren für die Zukunft 22.04.2024
Akteure: Christoph Meyer, King's College London enquete\kap5-anhoerungen.json