Bridge the Gap.

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Khalid Payenda

In 3 Aussagen genannt.

Sachverständige:r Frage 6 — Leistungsfähigkeit und Kampfeswille der ANA/ANSF S. 5

Offizielle Truppenstärke von ~300.000 war wahrscheinlich grob überhöht; ehem. Finanzminister: ~50.000

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„Die Stärke der afghanischen Streitkräfte wurde mit ca. 300.000 Soldaten durch Regierungskreise angegeben. Laut dem ehemaligen Finanzminister Khalid …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Die Stärke der afghanischen Streitkräfte wurde mit ca. 300.000 Soldaten durch Regierungskreise angegeben. Laut dem ehemaligen Finanzminister Khalid Payenda sei diese Anzahl in Wahrheit jedoch zu hoch beziffert worden, sodass letztendlich nur ein Sechstel der offiziellen Zahl, also knapp 50.000 Mann, zu Verfügung gestanden hätten, als der Abzug der US-Truppen eingeleitet wurde. Als Begründung wurde Korruption in den Reihen der afghanischen Offiziere angegeben, die anhand dieser als „Geistersoldaten” bezeichneten Überzahl finanzielle Mittel durch die Zentralregierung in Kabul erhielten. Deshalb habe es nie eine zahlenmäßige Überlegenheit gegeben, wie sie zu Beginn der Machtübernahme durch die Taliban angenommen wurde.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)112, S. 5 (Original, neues Fenster)

Die offiziell angegebene Truppenstärke (~300.000) sei laut dem früheren Finanzminister Khalid Payenda stark überhöht gewesen; tatsächlich hätten nur etwa 50.000 Soldaten zur Verfügung gestanden. Die Differenz seien „Geistersoldaten”, die Offizieren Mittel aus Kabul einbrachten; eine zahlenmäßige Überlegenheit habe es nie gegeben.

Thema: Afghanische Regierung & Streitkräfte Akteure: Khalid Payenda stellungnahmen\09-zerbin.json
Bewertung ANDSF — Korruption als „Klebstoff” S. 20–22

Payenda: ≥80 % der 300.000 ANDSF waren „Geistersoldaten”; Korruption war „Klebstoff” der Regierung

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„Wie Payenda in einem Interview mit dem Afghanistan Analysts Network behauptete, waren mindestens 80 Prozent der 300.000 in den Listen erfassten …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Wie Payenda in einem Interview mit dem Afghanistan Analysts Network behauptete, waren mindestens 80 Prozent der 300.000 in den Listen erfassten ANDSF-Soldaten Geistersoldaten — Namen von Soldaten und Polizisten, die desertiert waren, getötet wurden oder überhaupt nie existiert hatten. … Soldaten im Feld erhielten minderwertige oder überhaupt keine Ausrüstung; schätzungsweise 300 Millionen Dollar pro Jahr wurden für die Zahlung von Sold an ANP-Personal aufgewandt, dessen Existenz nicht überprüft werden konnte. Unter anderem führte dies innerhalb der ANDSF zu einer hohen Fluktuation. Wie SIGAR 2017 berichtete, ging den ANA fluktuationsbedingt jedes Jahr durchschnittlich ein Drittel ihrer Mitglieder verloren, den ANP ein Fünftel. … In gewisser Weise war Korruption der Klebstoff, der die afghanische Regierung zusammenhielt. … General a. D. John Nicholson formulierte es so: „Vielleicht wurden aus Trainern Spieler.”“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)196, S. 20–22 (Original, neues Fenster)

Khalid Payenda behauptete, mindestens 80 % der 300.000 in Listen erfassten ANDSF seien „Geistersoldaten” gewesen: desertiert, gefallen oder nie existiert; etwa 300 Mio. $ pro Jahr seien für nicht überprüfbares ANP-Personal aufgewandt worden. ANA-Fluktuation pro Jahr ein Drittel, ANP ein Fünftel. SIGAR: „In gewisser Weise war Korruption der Klebstoff, der die afghanische Regierung zusammenhielt.” General a. D. John Nicholson: „Vielleicht wurden aus Trainern Spieler.”

Hinweis: Payendas 80-%-Aussage steht in deutlicher Spannung zu Martys Befund, dass das Geistersoldaten-Problem nach Doha durch biometrische Gehaltsregister reduziert wurde. Beide Quellen gehören dokumentiert in den Bestand.
Thema: Afghanische Regierung & Streitkräfte Akteure: Khalid Payenda, John Nicholson stellungnahmen\11-sopko-young-schriftlich.json
Bewertung ANDSF-Faktor 5 — Versäumnis nationaler Sicherheitsplan S. 25–27

Ghani versäumte nationale Sicherheitsstrategie und kündigte sie erst am 26.07.2021 an

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„Wie der frühere Finanzminister Khalid Payenda … behauptete, hatten die Diskussionen über einen Sechsmonatsplan „in Wirklichkeit den Hintergrund, dass …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Wie der frühere Finanzminister Khalid Payenda … behauptete, hatten die Diskussionen über einen Sechsmonatsplan „in Wirklichkeit den Hintergrund, dass festgestellt wurde, dass es keine Soldaten gab”. Einem afghanischen Amtsträger zufolge versprach Präsident Biden in einem Telefonat am 23. Juli eine enge Luftunterstützung durch die USA unter der Bedingung, dass es eine klare militärische Strategie gibt, die die USA unterstützen könnten. Nach einem landesweiten Blitzangriff der Taliban im Mai und Juni 2021 kündigte Präsident Ghani schließlich am 26. Juli 2021 eine nationale Sicherheitsstrategie an. Zu dem Zeitpunkt hatte die afghanische Regierung nur noch kaum mehr als die Hauptstadt unter ihrer Kontrolle. … [Ghani] machte sich diejenigen zu politischen Feinden, die bei der Abwehr des Aufstands hätten helfen können; tatsächlich hatten sich diese regionalen Akteure in den 1990er-Jahren den Taliban am stärksten widersetzt.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)196, S. 25–27 (Original, neues Fenster)

Erst am 26.07.2021, nach landesweitem Taliban-Blitzangriff im Mai und Juni, kündigte Ghani eine nationale Sicherheitsstrategie an; da kontrollierte die Regierung kaum mehr als die Hauptstadt. Bidens Zusage enger Luftunterstützung (23.07.2021) war an eine klare militärische Strategie geknüpft. Payenda: hinter den Sechsmonatsplänen habe die Erkenntnis gestanden, „dass es keine Soldaten gab”. Ghani habe die regionalen Anti-Taliban-Akteure der 1990er (Dostum, Atta, Ismail Khan) zu politischen Feinden gemacht.

Thema: Afghanische Regierung & Streitkräfte Akteure: Khalid Payenda, Joe Biden, Abdul Raschid Dostum, Atta Mohammed Noor… stellungnahmen\11-sopko-young-schriftlich.json