Godal und Flamand: „Geschönte Berichte“ aus innenpolitischen Gründen; externe Evaluierung empfohlen
„Seit 2020 hatten wir bisher vier öffentliche und unabhängige Evaluationen. Davor haben wir sie selbst durchgeführt. Und das ist, als würde der …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Seit 2020 hatten wir bisher vier öffentliche und unabhängige Evaluationen. Davor haben wir sie selbst durchgeführt. Und das ist, als würde der Metzger die Qualität seines eigenen Fleisches bewerten. Daher denke ich, dass es eine sehr gute Idee ist, externe Evaluationen durchführen zu lassen, die einen kritischen Blick auf die tatsächliche Arbeit der Regierung werfen und darauf, ob die von der Politik festgelegten Ziele auch die gewünschten Ergebnisse gebracht haben.“
Botschafter Bjørn Tore Godal (Vorsitzender der norwegischen Afghanistan-Kommission „A Good Ally“ 2016) und Joost Flamand (Außenministerium Niederlande) bestätigten übereinstimmend: Auslandseinsätze führten zu „geschönten Berichten“; die Kommunikation sei „zu positiv“. Flamand: Externe Evaluierungen seien wie der Metzger, der nicht sein eigenes Fleisch bewerten dürfe. Bündnissolidarität (Art. 5 NATO-Vertrag) sei das primäre Ziel gewesen; der Staatsaufbau in Afghanistan sei „gänzlich gescheitert“.
Thema: Lehren für die Zukunft
Akteure: Bjørn Tore Godal, Joost Flamand, Christoph Zürcher enquete\zwischenbericht-anhoerungen.json