NATO und USA versprachen bis Juni 2021 Weiterfinanzierung bis ≥2024; Ghani plante damit und sah sich vom abrupten Abzug überrascht
„Die NATO ihrerseits hat seit mindestens 2012 kontinuierlich versprochen, afghanische Sicherheitskräfte bis mindestens 2024 namentlich finanziell zu …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Die NATO ihrerseits hat seit mindestens 2012 kontinuierlich versprochen, afghanische Sicherheitskräfte bis mindestens 2024 namentlich finanziell zu unterstützen … In der Tat hat NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg bis mindestens zwei Monate vor dem Fall der afghanischen Republik … konkrete Versprechen und Bemühungen zur fortlaufenden Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte bestätigt. Diese beinhalteten namentlich: • die anhaltende Finanzierung … • Planung von Trainings … ausserhalb Afghanistans; • die geplante Weiterführung einer zivilen NATO-Präsenz … • Bemühungen, kritische Infrastruktur in Afghanistan, namentlich den Flughafen in Kabul, zu sichern und zu unterhalten. … Im besagten [Ghani-]Interview sagte Ghani explizit, dass die afghanische Republik mit dieser weiteren Unterstützung bis mindestens 2024 geplant hätte und auf den abrupten Abzug von U.S.-amerikanischen sowie anderen ausländischen Truppen und … (Sub)Unternehmer (‚Contractors') … nicht genügend vorbereitet gewesen sei.“
Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)106, S. 19–21 (Original, neues Fenster)
USA und NATO sicherten in der Joint Declaration und in fortlaufenden Stoltenberg-Statements bis mindestens zwei Monate vor dem Fall der Republik Weiterfinanzierung der ANSF (mindestens bis 2024), Trainings außerhalb AFGs, zivile NATO-Präsenz und Flughafen-Sicherung zu. Ghani sagte ex post (PBS, 25.08.2022), die Republik habe mit dieser Unterstützung geplant und sei auf den abrupten Truppen- und Contractor-Abzug nicht vorbereitet gewesen.