Fischer: Ablehnung der Beteiligung hätte „komplette Erschütterung der Sicherheitsarchitektur Deutschlands“ bedeutet
„Ich halte unseren Einsatz nicht für einen Fehler. Wären wir nicht mitgegangen, hätten wir dafür im Bündnis einen enorm hohen Preis bezahlt.“
Joschka Fischer, Bundesaußenminister 1998–2005, erläuterte: Die Entscheidung sei „alles andere als einfach“ gewesen, aber der Preis einer Ablehnung wäre die „komplette Erschütterung der Sicherheitsarchitektur Deutschlands“ gewesen, ein Risiko, das keine Bundesregierung hätte eingehen können. Deutschland sei „mit nicht großer Kompetenzkiste“ und einem „Sprung ins kalte Wasser“ gestartet. Selbstkritisch verwies er auf die „mangelnde militärische Stärke“ damals. Wieczorek-Zeul bestätigte: Eine Ablehnung sei faktisch nicht möglich gewesen.
Thema: NATO & Bündnis
Akteure: Joschka Fischer, Heidemarie Wieczorek-Zeul enquete\zwischenbericht-anhoerungen.json