Gießmann: „ungleichgewichtige Positionen”: Taliban hatten militärische Alternative, Regierung nicht
„Die beiden Delegationen seien auch aufgrund der bestehenden Rahmenbedingungen mit sehr „ungleichgewichtige[n] Position” in die Verhandlungen …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Die beiden Delegationen seien auch aufgrund der bestehenden Rahmenbedingungen mit sehr „ungleichgewichtige[n] Position” in die Verhandlungen gegangen. Denn die Taliban hätten neben den Verhandlungen auch die Möglichkeit einer gewaltsamen Durchsetzung ihrer Ziele gehabt. Für die Regierung seien „die Verhandlungen der einzige Weg” gewesen, um „zu verhindern, dass es zum Kollaps kommt”.“
Prof. Gießmann (Berghof Stiftung) beschrieb die strukturelle Schieflage: Die Taliban hatten neben Verhandlungen die militärische Option; für die Regierung waren die Verhandlungen der einzige Weg, um einen Kollaps zu verhindern. Ziel der Republik sei gewesen, die Taliban politisch zu integrieren, ohne ihnen Zugang zur Macht zu erlauben.
Thema: Innerafghanische Verhandlungen
Akteure: Hans-Joachim Gießmann (Berghof) abschlussbericht\teil2-kap4-friedensverhandlungen.json