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„Das war eine dunkle Ära. Die Menschen waren sehr hoffnungslos. Aber die Petersberger Konferenz war ein Licht am Ende des Tunnels. Und sie dachten, dass es zu einer Entwicklung und zu Wohlstand in Afghanistan kommen würde und die Menschen ihre Leben genießen könnten. Sie waren also sehr gespannt auf das Ergebnis dieser Konferenz.“
Dr. Habiba Sarabi, ehemalige afghanische Frauenministerin und Ministerin für Kultur und Bildung unter Karzai, bezeichnete die Petersberger Konferenz (27.11.–05.12.2001) als „Licht am Ende des Tunnels“. Auf dem Petersberg sei die Grundlage für alle Errungenschaften gelegt worden: Verfassung, Rechte der Frauen und alles weitere, was in 20 Jahren erreicht worden sei. Die afghanische Gesellschaft habe große Hoffnungen in den Prozess gesetzt.
Originalstelle„Dass die afghanischen Warlords der Nord-Allianz bei der Bonner Konferenz ihre Ansprüche auf Regierungsposten und Einfluss durchsetzen konnten, obwohl …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Dass die afghanischen Warlords der Nord-Allianz bei der Bonner Konferenz ihre Ansprüche auf Regierungsposten und Einfluss durchsetzen konnten, obwohl einige als verantwortlich für Gewalt und Kriegsverbrechen während des Bürgerkrieges zwischen 1992 und 1996 galten, habe den gesellschaftlichen Neuanfang erschwert und später auch die Aufarbeitung der Kriegsjahre verhindert, so die Auffassung Schetters.“
Schetter wertete die Durchsetzung von Regierungsposten durch Nord-Allianz-Warlords (von denen einige als verantwortlich für Gewalt 1992–1996 galten) bei der Bonner Konferenz als Hindernis für gesellschaftlichen Neuanfang und spätere Aufarbeitung. Sarabi bestätigte: Die Warlords hätten ihre Waffen auch bei späterer Demobilisierung zum größten Teil nicht abgegeben. Das Ergebnis seien Menschenrechtsverletzungen überall gewesen.