Bridge the Gap.

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Gulbuddin Hekmatyar

In 2 Aussagen genannt.

Feststellung 4.2.4.2.4 — Minderheiten / Warlords S. 121

Glaubwürdigkeitsverlust durch Kooperation mit ehemaligen Warlords

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„Einigen ehemaligen Warlords wurden teils schwere Menschenrechtsverbrechen vorgeworfen (so beispielsweise Abdul Rashid Dostum, u. a. Vizepräsident von …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Einigen ehemaligen Warlords wurden teils schwere Menschenrechtsverbrechen vorgeworfen (so beispielsweise Abdul Rashid Dostum, u. a. Vizepräsident von 2014-2019, welcher mehrfach mit Menschenrechtsverstößen seiner Milizen international Schlagzeilen machte). Gulbuddin Hekmatyar, der sich im afghanischen Bürgerkrieg durch den Beschuss Kabuls den Beinamen „Schlächter von Kabul“ verschafft hatte, wurde 2016 durch Präsident Ghani von seinen Straftaten freigesprochen und kandidierte 2019 bei den Präsidentschaftswahlen selbst.“

Quelle: Drs. 20/10400, S. 121 (Original, neues Fenster)

Die internationale Gemeinschaft und die afghanische Regierung verloren bei Teilen der Bevölkerung an Glaubwürdigkeit in Sachen Menschenrechte, weil sie mit ehemaligen Warlords des Bürgerkrieges kooperierten bzw. diese in die Regierung einbanden (z. B. Vizepräsident Abdul Rashid Dostum). Gulbuddin Hekmatyar, „Schlächter von Kabul” genannt, wurde 2016 von Präsident Ghani von seinen Straftaten freigesprochen und kandidierte 2019 für das Präsidentenamt.

Thema: Verantwortung & Konsequenzen Akteure: Abdul Rashid Dostum, Gulbuddin Hekmatyar, Ashraf Ghani enquete\zwischenbericht-projektgruppen-2.json
Bewertung Frage 3 — Bewertung des Doha-Abkommens S. 7

Truppenabzug → ANSF zunehmend isoliert; Reg.-Priorität Waffenstillstand kollidierte mit Taliban-Priorität Machtteilung

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„So hat der von den USA mit den Taliban ausgehandelte Truppenabzug der internationalen Streitkräfte dazu geführt, dass die afghanischen …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„So hat der von den USA mit den Taliban ausgehandelte Truppenabzug der internationalen Streitkräfte dazu geführt, dass die afghanischen Sicherheitskräfte (ANSF) bei den auf hohem Gewaltniveau anhaltenden Kampfhandlungen zunehmend auf sich allein gestellt waren und eine maßgebliche Schwächung erfuhren. … Die hohen Verlust- und Desertionsraten der Streitkräfte verdeutlichte, warum die Regierung ihre politische Priorität auf die Aushandlung eines Waffenstillstands legen wollte. Dies stand im Gegensatz zum mutmaßlichen Interesse der Taliban, zuerst über Möglichkeiten ihrer Beteiligung an der Regierung und Machtverteilung zu reden.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)105, S. 7 (Original, neues Fenster)

Der von USA und Taliban ausgehandelte Truppenabzug habe die ANSF zunehmend isoliert und maßgeblich geschwächt; die hohen Verluste und Desertionsraten erklärten, warum die Regierung Waffenstillstand als Priorität wollte, was dem mutmaßlichen Taliban-Interesse (zuerst Machtteilung) widersprach. Hekmat Karzai und Gulbuddin Hekmatyar verfolgten zudem eigene Friedensverhandlungen mit den Taliban und unterminierten die Verhandlungsaussichten Ghanis.

Thema: Afghanische Regierung & Streitkräfte Akteure: Hekmat Karzai, Gulbuddin Hekmatyar stellungnahmen\02-mielke.json