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„Tatsächlich hatten wir beantragt - und zwar kam das aus dem Kontingent und ist auch breit getragen worden -, dass der tatsächliche Abzug, also der Abzug der letzten Kräfte mit den letzten Maschinen, so lange geheim gehalten wird, bis wir in der Luft sind. Das hatte ganz einfach den Hintergrund, dass wir durchaus Hinweise hatten, dass der eine oder andere Talibanführer noch mal ein Zeichen setzen wollte. … Man war der Meinung, die [Soldatinnen und Soldaten] wollen jetzt schnell zu ihrer Familie und wollen sich nicht noch großartig in Wunstorf aufhalten.“
Am 29.06.2021 verließen die letzten Soldat:innen Afghanistan; Landung am 30.06.2021 in Wunstorf. Auf Wunsch des Kontingents wurde der Abflugtag geheim gehalten, um keine Taliban-Anschläge zu provozieren. Bei der Ankunft in Wunstorf waren keine politischen Vertreter:innen anwesend. Der Verteidigungsausschuss hatte morgens in einer Mali-Sondersitzung entschieden, dass nur Generalleutnant Pfeffer (Einsatzführungskommando) die Soldat:innen begrüßen würde; VM Kramp-Karrenbauer war auf USA-Reise. Brigadegeneral Meyer: das hätte man später „etwas liebevoller gestalten können“.
Originalstelle„Für mich die zentrale Schwäche bei dieser Evakuierung war der Mangel, das Defizit an Führungsmitteln, an Führungsmitteln vor Ort und an …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Für mich die zentrale Schwäche bei dieser Evakuierung war der Mangel, das Defizit an Führungsmitteln, an Führungsmitteln vor Ort und an Führungsmitteln vom Einsatzverband ins Einsatzführungskommando, weil die Führungsmittel, die Sie dafür brauchen, waren im Grunde nur rudimentär vorhanden, also Datenkommunikation war nur rudimentär möglich, gesicherte Kommunikation war nur sehr begrenzt möglich.“
Im BMVg gab es eine taktische Evaluierung. Oberstleutnant i. G. Gonter bewertete die Planungen zur ersten robusten Operation als „zum größten Teil“ tragfähig; nur „Kleinigkeiten“ hätten Anpassungsbedarf. Generalleutnant Pfeffer sah die „zentrale Schwäche“ im Mangel an Führungsmitteln vor Ort und ins Einsatzführungskommando; Datenkommunikation und gesicherte Kommunikation seien nur rudimentär möglich gewesen. General a. D. Zorn ergänzte: Kommunikationsmodule der Division Schnelle Kräfte seien zur Schonung der Logistik nicht mitgenommen worden (stattdessen Satellitentelefone); als notwendig identifiziert wurden Kleindrohnen-Aufklärung und „oversized-Cargo“-Lufttransport-Kapazitäten.