„Das Militär sollte bei Bedarf den notwendigen Schutz gewährleisten, um ziviles Engagement erst zu ermöglichen. Mechanismen und neue Anreize sollten geschaffen werden, um die Zusammenarbeit von zivilen und militärischen Akteuren zu stärken.“
NGOs sahen in Afghanistan die Abgrenzung zwischen ihrer Arbeit und militärischen Aktivitäten als unklar. Verstärkt wurde dies durch militärische Übernahme ziviler Aufgaben (z. B. Brunnen- und Schulbau). Ziel: militärischer Einsatz auf Kernaufgaben beschränken (Gewaltüberwindung, Schutz zivilen Engagements). Direkte Kontaktstellen im Einsatzgebiet zwischen Militär und Durchführungsorganisationen einrichten.
„Die Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sollte verstärkt werden. Kleinere, vor Ort umsetzbare Projekte in Partnerschaft mit den Gemeinden sollten gezielt gefördert und implementiert werden.“
Vernetzungsplattformen schaffen, Fördermittel für gemeindebasierte Projekte. Schulungen und Kapazitätsaufbau für lokale Akteure. Workshops zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren. Gleichberechtigte Beteiligung von Frauen und Förderung des Frauenanteils bei zivil-militärischen Einsatzkräften, wegen besonderen Zugangs von Frauen in Gesellschaft und Konfliktkontext.
„Unterstützungsprojekte im Bereich Transformation und Wiederaufbau sollten klare Zeitrahmen kommunizieren und die Zielgruppen aktiv einbeziehen, um Ownership und nachhaltige Eigenverantwortung zu fördern.“
Klare Kommunikation von Unterstützungszeiträumen, damit Gemeinschaften ihre Rolle und Grenzen der externen Hilfe verstehen. Umfassende Bedarfsanalyse mit intensiver Zielgruppenbeteiligung, regelmäßig wiederholt. Trainings- und Weiterbildungsprogramme für lokale Partnerorganisationen (Projektmanagement, Ressourcenmobilisierung, nachhaltige Entwicklung).