Bridge the Gap.

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Dr. H.

In 3 Aussagen genannt.

Feststellung Teil 2, Kap. 3, Abschnitt 5.5.6 — Abbruch Flug 03.08.2021 S. 337–339

Abschiebeflug 03.08.2021 wurde wegen Anschlag auf afghanisches Verteidigungsministerium abgebrochen; BMI plante für 30.08.2021 Nachholung

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„Es gab um 19.20 Uhr die Meldung der Explosion in der Stadt Kabul. Dann stand das Ganze auf „hold”, wenn man so will. Um 21 Uhr kam die Meldung, dass …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Es gab um 19.20 Uhr die Meldung der Explosion in der Stadt Kabul. Dann stand das Ganze auf „hold”, wenn man so will. Um 21 Uhr kam die Meldung, dass der Luftraum für den zivilen Luftverkehr gesperrt ist. … Aufgrund der Sicherheitslage in Kabul wurden zunächst alle zivilen Flugbewegungen suspendiert. In den Straßen sind bewaffnete Gruppen unterwegs, sodass weder eine geordnete Inempfangnahme noch die Sicherheit der Rückzuführenden garantiert werden kann.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 337–339 (Original, neues Fenster)

Der für den 03.08.2021 geplante Abschiebeflug (eine „reduzierte Spezialmaßnahme” für maximal 10 schwere Straftäter und dringende Fälle) wurde nach einem Anschlag auf das Haus des damaligen afghanischen Verteidigungsministers abgesagt. Luftraum-Sperrung um 21:00 Uhr; van Thiel konnte die zuständige Botschaftsreferentin nicht an den Flughafen senden. Das BMI plante umgehend eine Nachholung für die zweite Augusthälfte (avisiert sogar Woche vom 16.08.2021); afghanische Seite schlug 30.08.2021 vor. Am 10.08.2021 unterzeichneten alle 8 EU-Botschafter in Kabul einen Bericht mit der Bitte, Rückführungen zu pausieren.

Thema: Humanitäre Lage 3.–10. August 2021 Akteure: BMI, Bundespolizei, Dr. Romann, Dr. Teichmann… abschlussbericht\teil2-kap3-lageentwicklung.json
Feststellung Teil 2, Kap. 8, Abschnitt 2.2.1 — Feedback Botschaft Kabul S. 633

Anonyme Feedbackrunde der Botschaft Kabul: „Realistischeres Lagebild in Berlin“, „effektivere Einbindung der Botschaft“

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„Die einzelnen Rückmeldungen wurden in die Kategorien „Gut war“, „Schlecht war“ und „Besser wär‘ gewesen“ untergliedert. Zudem erfolgte eine zeitliche …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Die einzelnen Rückmeldungen wurden in die Kategorien „Gut war“, „Schlecht war“ und „Besser wär‘ gewesen“ untergliedert. Zudem erfolgte eine zeitliche Unterteilung in die Abschnitte „Vor dem Fall Kabuls - die Ereignisse bis 15.08.2021“, „Akute Krise, inklusive Evakuierung von Bo Kabul, und militärische Evakuierung bis 31.08.2021“ und „[s]eit September 2021“. Die Ergebnisse wurden durch die Zeugin Dr. H. an verschiedene Referate im AA, insbesondere das Länderreferat und das Krisenreaktionszentrum, sowie an den damaligen Sonderbeauftragten Potzel verschickt. Über den weiteren Umgang mit dieser Initiative der Arbeitsebene liegen keine Informationen vor.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 633 (Original, neues Fenster)

Das Personal der Botschaft Kabul führte unter Leitung der Referentin Dr. H. eine anonyme Feedbackrunde durch (Kategorien „Gut war“, „Schlecht war“, „Besser wär' gewesen“). Unter „Besser wär' gewesen“ für den Zeitabschnitt vor dem Fall Kabuls wurden u. a. notiert: „Realistischeres Lagebild in Berlin“ und „effektivere Einbindung der Botschaft in Entscheidungsprozesse in Berlin“. Über den weiteren Umgang mit der Initiative der Arbeitsebene lägen dem Ausschuss keine Informationen vor. Die Ergebnisse wurden u. a. an Länderreferat, Krisenreaktionszentrum und Sonderbeauftragten Potzel verschickt.

Thema: Lehren für die Zukunft November 2021 Akteure: Deutsche Botschaft Kabul, Dr. H., Markus Potzel, Krisenreaktionszentrum abschlussbericht\teil2-kap8-nachevakuierung.json
Feststellung Teil 2, Kap. 8, Abschnitt 2.2.1 — Feedback Botschaft Kabul S. 633–634

Schlecht war: „ungefiltertes Durchtreten unabgestimmter Listen“; wirkungslose Überlastung von Taschkent und Kabul

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„Weitergabe von Kontaktdaten von am Flughafen Aktiven an AfghanInnen - Ungefiltertes Durchtreten unabgestimmter Listen und persönlichen Evakuierungswünschen von allen Seiten; dadurch im Ergebnis wirkungslose Überlastung des Systems in Taschkent und Kabul.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 633–634 (Original, neues Fenster)

Unter „Schlecht war“ für die akute Krise (bis 31.08.2021) wurde in der Feedbackrunde der Botschaft Kabul festgehalten: ungefilterte Weitergabe von Kontaktdaten von Flughafen-Aktiven an Afghaninnen und Afghanen sowie ungefiltertes Durchtreten unabgestimmter Listen und persönlicher Evakuierungswünsche „von allen Seiten“. Folge war eine wirkungslose Überlastung des Systems in Taschkent und Kabul. Dr. H. berichtete von enormer E-Mail-Flut, vielen Einzelfällen aus dem Haus und über Abgeordnete sowie von Frustration im Team.

Thema: Lehren für die Zukunft August 2021 Akteure: Deutsche Botschaft Kabul, Dr. H., Abgeordnete abschlussbericht\teil2-kap8-nachevakuierung.json