Bridge the Gap.

← Alle Akteure

Dr. Eva Högl (Wehrbeauftragte)

In 3 Aussagen genannt.

Feststellung Teil 2, Kap. 9, Abschnitt 2.1.3 — Inhaltlicher Zuschnitt UdP S. 643

UdP retrospektiv und VS-NfD; höher eingestufte Details nur in eingestuften Sitzungen kommunizierbar

Originalstelle
„Im Gegensatz zu anderen Formaten habe die UdP dabei einen „retrospektiv[en]“ Blickwinkel verfolgt. Der „Blick in die Zukunft“ … sei dagegen durch …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Im Gegensatz zu anderen Formaten habe die UdP dabei einen „retrospektiv[en]“ Blickwinkel verfolgt. Der „Blick in die Zukunft“ … sei dagegen durch andere Formate – etwa die Sitzungen im Verteidigungsausschuss und Auswärtigen Ausschuss – abgedeckt gewesen. Die UdP sei überdies VS-NfD eingestuft gewesen, sodass „eine detaillierte Berichterstattung zu Ereignissen, Entwicklungen und Vorkommnissen, die einer höheren Einstufung“ unterfielen, nicht erfasst gewesen sei und lediglich im Rahmen von eingestuften Sitzungen des Verteidigungsausschusses hätten kommuniziert werden können.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 643 (Original, neues Fenster)

Laut Zeuge Kapitän z. S. B. (BMVg) hatte die UdP einen rein retrospektiven Blickwinkel auf die letzten sieben Tage; Zukunftsszenarien waren anderen Formaten vorbehalten. Wegen der VS-NfD-Einstufung konnten höher eingestufte Details nicht in der UdP erfasst werden; sie waren nur in eingestuften Verteidigungsausschuss-Sitzungen kommunizierbar. Wehrbeauftragte Dr. Högl bezeichnete die UdP als „eher allgemein gehalten“.

Thema: Parlament & Öffentlichkeit Akteure: BMVg, Dr. Eva Högl (Wehrbeauftragte) abschlussbericht\teil2-kap9-parlament-oeffentlichkeit.json
Feststellung Teil 2, Kap. 9, Abschnitt 2.2 — Verteidigungsausschuss S. 645–646

Verteidigungsausschuss als „Hauptinformationsquelle“; Wehrbeauftragte Högl: „sehr umfassend und ausführlich“ zu Afghanistan berichtet

Originalstelle
„Die Zeugin Dr. Högl … hat die Sitzungen des Verteidigungsausschusses als ihre „Hauptinformationsquelle“ bezeichnet. … Die Zeugin Dr. Högl hat den …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Die Zeugin Dr. Högl … hat die Sitzungen des Verteidigungsausschusses als ihre „Hauptinformationsquelle“ bezeichnet. … Die Zeugin Dr. Högl hat den Eindruck geäußert, dass im Verteidigungsausschuss „sehr umfassend und ausführlich zu Afghanistan berichtet“ worden sei. … Sie habe sich auf die Aussagen des BMVg verlassen und keinerlei Grund dazu gehabt, an „der Vollständigkeit und Wahrhaftigkeit dieser Informationen“ zu zweifeln.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 645–646 (Original, neues Fenster)

Wehrbeauftragte Dr. Högl bezeichnete den Verteidigungsausschuss als ihre „Hauptinformationsquelle“. Die Bundesregierung habe „sehr umfassend und ausführlich“ zu Afghanistan berichtet: politische Rahmenbedingungen durch das BMVg, militärische Planungen und Szenarien durch Generalinspekteur Zorn bzw. Abteilungsleiter SE Generalleutnant Schütt. Sie habe keinen Grund gehabt, an der Vollständigkeit und Wahrhaftigkeit der Informationen zu zweifeln. Niemandem könne sie unterstellen, „bewusst beschönigt“ zu haben.

Thema: Parlament & Öffentlichkeit Akteure: Dr. Eva Högl (Wehrbeauftragte), Generalinspekteur Zorn, Generalleutnant Schütt abschlussbericht\teil2-kap9-parlament-oeffentlichkeit.json
Zeugenaussage Teil 2, Kap. 9, Abschnitt 2.2 — Verteidigungsausschuss S. 646

Högl: ANSF-Leistungsfähigkeit „im Nachhinein betrachtet, nicht ausreichend kritisch gesehen“

Originalstelle
„Jetzt ist natürlich die Schwierigkeit, dass wir wissen, wie es ausgegangen ist - - und zum Beispiel die Leistungsfähigkeit der afghanischen …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Jetzt ist natürlich die Schwierigkeit, dass wir wissen, wie es ausgegangen ist - - und zum Beispiel die Leistungsfähigkeit der afghanischen Streitkräfte möglicherweise, im Nachhinein betrachtet, nicht ausreichend - - vielleicht kritisch gesehen wurde oder nicht ausreichend betrachtet wurde - wie es sich dann hinterher dargestellt hat. Aber das ist eine Ex-post-Betrachtung. Ich habe damals immer den Eindruck gehabt, dass wir sowohl von den politischen Rahmenbedingungen als auch der Lage in Afghanistan jedenfalls ausreichend Informationen bekommen [haben], um uns eine Meinung zu bilden.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 646 (Original, neues Fenster)

Dr. Högl räumte ein: Aus heutiger Sicht sei die Leistungsfähigkeit der afghanischen Streitkräfte möglicherweise „nicht ausreichend kritisch gesehen“ oder „nicht ausreichend betrachtet“ worden; das sei aber eine Ex-post-Betrachtung. Damals habe sie den Eindruck gehabt, ausreichend Informationen für eine Meinungsbildung erhalten zu haben.

Thema: Parlament & Öffentlichkeit Akteure: Dr. Eva Högl (Wehrbeauftragte) abschlussbericht\teil2-kap9-parlament-oeffentlichkeit.json