„Wird der rechtzeitige Entscheidungspunkt verpasst und die Luftevakuierungspunkte (insbes. Flughafen HKIA) stehen nicht mehr zur Verfügung, so wäre eine Evakuierung de facto nicht mehr durchführbar.“
Der damalige Krisenbeauftragte des AA Dr. Diehl warnte in einer Vorlage vom 11.08.2021: Eine Evakuierung sei ohne den Flughafen Kabul (HKIA) nicht möglich; eine andauernde deutsche Präsenz in Kabul sei ohne US-Botschaft nicht möglich; bei Verpassen des Entscheidungspunktes sei eine Evakuierung de facto nicht mehr durchführbar.
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„Es hat aber meiner Erinnerung nach nie jemand gesagt, eine Evakuierung wäre das falsche Signal, sondern es ging immer darum: Eine vorzeitige, eine zu frühe Evakuierung wäre das falsche Signal zur falschen Zeit. Darum ging es: den richtigen Zeitpunkt zu erwischen.“
Im AA stand laut Krisenbeauftragtem Dr. Diehl die Frage des „richtigen Zeitpunkts“ der Evakuierung im Zentrum: Krisenbeauftragter und Krisenreaktionszentrum priorisierten Personensicherheit; die Asien-Pazifik-Abteilung und Hausleitung wogen politische Signale ab („Was bedeutet es, wenn wir als Deutsche jetzt gehen?“). Staatssekretärin Leendertse räumte selbstkritisch ein, „zu langsam gehandelt“ zu haben.