Bridge the Gap.

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David H. Petraeus

In 2 Aussagen genannt.

Sachverständige:r Kap. 5.4 — Strategische Geduld S. 222

Petraeus: Größter strategischer Fehler: fehlende „strategische Geduld“ und ständige Suche nach Ausweg

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„Wie lange hätte es wohl gedauert? Das weiß ich nicht, das kann man nicht vorhersagen. (…) Aber zu sagen, dass es sich um mehrere Jahrzehnte handelt …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Wie lange hätte es wohl gedauert? Das weiß ich nicht, das kann man nicht vorhersagen. (…) Aber zu sagen, dass es sich um mehrere Jahrzehnte handelt, oder um Generationen, das wäre vielleicht zutreffender, denke ich. Man muss nur die Geduld dazu haben. (…) Das ist der größte strategische Fehler, denn das ist alles andere als einfach. Offen gesagt, haben wir die Lehren vergessen, die wir in der Vergangenheit in Ländern wie Vietnam auf die harte Tour gelernt haben.“

Quelle: Drs. 20/10400, S. 222 (Original, neues Fenster)

US-General a. D. David H. Petraeus, Kommandeur USCENTCOM (2008–2010) und ISAF (2010–2011), wertete: Die deutsche Militärseite habe „sehr kompetent“ agiert. Aber der übergeordnete strategische Ansatz, die wiederholte Suche nach einem Ausweg, habe das militärische Vorgehen untergraben. Größter Fehler sei fehlende „strategische Geduld“ gewesen. Man habe in Afghanistan in Generationen denken müssen, nicht in Jahren. Lehren aus Vietnam seien vergessen worden. Doha sei ein „schreckliches diplomatisches Abkommen“ gewesen.

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Sachverständige:r Kap. 5.8.3 — Korruption S. 241

Petraeus: Wiederholte US-Abzugsbemühungen leisteten Korruption Vorschub, aus Kurzsichtigkeit

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„Die wiederholten Bemühungen der USA, das Land zu verlassen, hatten negative Auswirkungen, weil sie den Afghanen Kurzsichtigkeit einimpften, der …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Die wiederholten Bemühungen der USA, das Land zu verlassen, hatten negative Auswirkungen, weil sie den Afghanen Kurzsichtigkeit einimpften, der Korruption Vorschub leisteten und Anreize für Einzelne schufen, das zu nehmen, was sie kriegen konnten, wenn sie es kriegen konnten, anstatt einen längerfristigen Ansatz zu verfolgen.“

Quelle: Drs. 20/10400, S. 241 (Original, neues Fenster)

US-General a. D. David H. Petraeus wertete: Die wiederholten US-Abzugsbemühungen hätten den Afghanen Kurzsichtigkeit eingeimpft, der Korruption Vorschub geleistet und Anreize geschaffen, kurzfristig zu nehmen, was zu nehmen war. Trotz Task Forces zur Korruptions- und Drogenbekämpfung seien die Programme auf Dauer nicht nachhaltig gewesen. Tom Koenigs (Leiter UNAMA 2006–2007) ergänzte: „Auf die Frage, ob eigentlich die Taliban oder die Regierung korrupter sind, hat jeder Afghane geantwortet: die Regierung.“

Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: David H. Petraeus, Tom Koenigs enquete\zwischenbericht-anhoerungen.json