Bridge the Gap.

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Christoph Zürcher

In 3 Aussagen genannt.

Sachverständige:r Kap. 5.7 — Internationale Evaluierungen S. 234–235

Zürcher: Stabilisierungsmaßnahmen wirken nicht stabilisierend; gute Regierungsführung, Demokratie- und Korruptionsförderung scheiterten

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„Nicht erfolgreich seien jedoch die Projekte gewesen, die auf gute Regierungsführung, die Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, die …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Nicht erfolgreich seien jedoch die Projekte gewesen, die auf gute Regierungsführung, die Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, die Bekämpfung von Korruption, die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, die Gleichstellung der Geschlechter und Stabilisierung abzielten.“

Quelle: Drs. 20/10400, S. 234–235 (Original, neues Fenster)

Prof. Christoph Zürcher (University of Ottawa) legte seine Meta-Studie zu 148 Evaluierungen vor: Erhebliche Erfolge bei Grundschulbildung, medizinischer Grundversorgung und Verbesserung ländlicher Lebensbedingungen, nicht erfolgreich bei guter Regierungsführung, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Korruptionsbekämpfung, Wirtschaftsförderung, Geschlechtergleichstellung und Stabilisierung. Man werde Taliban „nicht davon überzeugen, friedlicher zu werden, wenn wir Brunnen und Schulen bauen“. Das AA-Stabilisierungskonzept 2022 berücksichtige weder wissenschaftliche Befunde noch Afghanistan-Erfahrungen.

Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: Christoph Zürcher, Auswärtiges Amt enquete\zwischenbericht-anhoerungen.json
Sachverständige:r Kap. 5.7 — Internationale Evaluierungen S. 235–236

Godal und Flamand: „Geschönte Berichte“ aus innenpolitischen Gründen; externe Evaluierung empfohlen

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„Seit 2020 hatten wir bisher vier öffentliche und unabhängige Evaluationen. Davor haben wir sie selbst durchgeführt. Und das ist, als würde der …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Seit 2020 hatten wir bisher vier öffentliche und unabhängige Evaluationen. Davor haben wir sie selbst durchgeführt. Und das ist, als würde der Metzger die Qualität seines eigenen Fleisches bewerten. Daher denke ich, dass es eine sehr gute Idee ist, externe Evaluationen durchführen zu lassen, die einen kritischen Blick auf die tatsächliche Arbeit der Regierung werfen und darauf, ob die von der Politik festgelegten Ziele auch die gewünschten Ergebnisse gebracht haben.“

Quelle: Drs. 20/10400, S. 235–236 (Original, neues Fenster)

Botschafter Bjørn Tore Godal (Vorsitzender der norwegischen Afghanistan-Kommission „A Good Ally“ 2016) und Joost Flamand (Außenministerium Niederlande) bestätigten übereinstimmend: Auslandseinsätze führten zu „geschönten Berichten“; die Kommunikation sei „zu positiv“. Flamand: Externe Evaluierungen seien wie der Metzger, der nicht sein eigenes Fleisch bewerten dürfe. Bündnissolidarität (Art. 5 NATO-Vertrag) sei das primäre Ziel gewesen; der Staatsaufbau in Afghanistan sei „gänzlich gescheitert“.

Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: Bjørn Tore Godal, Joost Flamand, Christoph Zürcher enquete\zwischenbericht-anhoerungen.json
Sachverständige:r Kap. 5.8.3 — Korruption S. 240

Zürcher: „Wir haben Korruption befördert durch die großen Geldflüsse“ als do-no-harm-Frage

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„Wir haben Korruption befördert durch die großen Geldflüsse.“

Quelle: Drs. 20/10400, S. 240 (Original, neues Fenster)

Prof. Christoph Zürcher resümierte: Verfahren gegen „kleine Korruption“ (Deutschland habe sehr sorgfältig gearbeitet) hätten wenig Wirkung gegen die strukturelle Korruption gehabt. Große Geldströme in ein korruptes Land würden „von diesem Land, diesen korrupten Systemen verwertet“. Das stelle die „do-no-harm“-Frage. Man habe gewusst, dass Korruption durch die Geldströme unbeabsichtigt befördert werde.

Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: Christoph Zürcher enquete\zwischenbericht-anhoerungen.json