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„Im August 2021 wurde im AA ein Krisenstab einberufen, der alle an der Lagebewältigung beteiligten Ressorts bzw. deren nachgeordnete Behörden einbezog. Im Untersuchungszeitraum fanden vom 13. August bis zum 26. August 2021 fast täglich Krisenstabssitzungen statt. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 13 Sitzungen des Krisenstabes abgehalten …“
Vom 13.08. bis 26.08.2021 tagte der AA-Krisenstab im Krisenreaktionszentrum Berlin fast täglich (13 Sitzungen), geleitet von Außenminister Maas oder Staatssekretärin Leendertse. Teilnehmer: AA, BKAmt, BMVg, BMI, BMZ, BKA, BPol, BND; Botschaft Kabul über Geschäftsträger van Thiel digital zugeschaltet, ab 20.08. auch Brigadegeneral Arlt vor Ort.
„Diese Befehlsausgabe „von Cockpit zu Cockpit über Satellitenkommunikation“ hat der Zeuge Brigadegeneral Arlt vor dem Ausschuss bestätigt und „als Novum“ bezeichnet, das vorher noch nie geübt worden sei.“
Die erste deutsche Bundeswehrmaschine (mit KSK unter Oberstleutnant „Tobias“) landete in der Nacht vom 16. auf den 17.08.2021 in Kabul, nach mehrstündigem Kreisen wegen vollem Luftraum. Brigadegeneral Arlts Flugzeug musste nach Taschkent zurückkehren; er erteilte den Befehl „von Cockpit zu Cockpit“ via Satellitentelefon, laut Arlt ein „Novum“. Auf dem ersten Evakuierungsflug befanden sich nur sieben Personen.
„Also, jede Evakuierungsoperation beschränkt sich ja nicht auf nur Deutsche. Also, gemäß Konsularhilfe sozusagen der Europäischen Union sind Sie ja genauso verpflichtet, Schutzbefohlene mitzunehmen.“
Vor der Evakuierung stand eine Zahl von „379 Deutsche plus eine Anzahl x an Ortskräften im vierstelligen Bereich“ im Raum. Brigadegeneral Arlt: Evakuierung beschränkt sich nicht auf Deutsche, gemäß EU-Konsularhilfe sind auch Schutzbefohlene mitzunehmen.