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„Über allem sollte aus meiner Sicht die Erkenntnis stehen, dass ein Einsatz militärischer Kräfte grundsätzlich nur eine temporäre Stabilisierung der Sicherheitslage ermöglicht. Die eigentliche Lösung eines Konflikts kann nur durch Politik und Diplomatie sowie durch die Gesellschaft des Krisenlandes im Verbund mit entsprechend geförderter, sichtbarer Entwicklung erfolgen.“
Generalleutnant Bernd Schütt, 2006 Kommandeur des PRT in Faizabad, fasste zusammen: Ein militärischer Einsatz ermögliche grundsätzlich nur eine temporäre Stabilisierung; die eigentliche Konfliktlösung könne nur durch Politik, Diplomatie und die Gesellschaft des Krisenlandes erfolgen. Kräfte vor Ort müssten der Lage angemessen ausgestattet sein; Ziele und Fähigkeiten, nicht Obergrenzen, sollten die Ausstattung der Mandate bestimmen.
Originalstelle„eine rudimentäre Polizei mit einem katastrophalen Ausrüstungs- und Ausbildungszustand, sofern überhaupt vorhanden, und mit einem im Drogenschmuggel …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„eine rudimentäre Polizei mit einem katastrophalen Ausrüstungs- und Ausbildungszustand, sofern überhaupt vorhanden, und mit einem im Drogenschmuggel involvierten Polizeichef, der sich zur Hälfte meiner Einsatzzeit mit mehreren Säcken Opium und Heroin im wahrsten Sinn des Wortes über Nacht aus dem Staub machte.“
Generalleutnant Bernd Schütt schilderte am Beispiel Faizabad 2006: rudimentäre Polizei mit katastrophalem Ausrüstungszustand; der Polizeichef sei im Drogenschmuggel involviert gewesen und habe sich mit mehreren Säcken Opium und Heroin abgesetzt. Bundeswehr-Weisung: „keine aktive Beteiligung und auch keine Weitergabe von Koordinaten von Drogenfeldern“. Sima Samar berichtete: Alle bewaffneten Gruppen seien an Opiumproduktion und -schmuggel beteiligt gewesen: „Karzai war eine Geisel dieser mächtigen Leute“.