Bridge the Gap.

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Atta Mohammed Noor

In 3 Aussagen genannt.

Sachverständige:r Frage 9 — Korruption S. 8–9

Beispiel Atta Mohammed Noor; Beispiel Sicherheitskräfte (Soldaten ohne Munition, Generäle reich)

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„Der Fall des Provinzfürsten Atta Mhd. Noor ist ein herausragendes Beispiel für Korruption und gehört aus deutscher Sicht besonders genau unter die …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Der Fall des Provinzfürsten Atta Mhd. Noor ist ein herausragendes Beispiel für Korruption und gehört aus deutscher Sicht besonders genau unter die Lupe genommen. Wie die NZZ schon 2014 sehr richtig schrieb: „Er lebt wie ein König und regiert im Stil eines Mafiachefs”. Weiteres herausragendes Beispiel für Korruption: die afghanischen Sicherheitskräfte, hier vor allem die Armee. Während Soldaten im Gefecht die Munition ausging, sie fürchterlich hungerten und keinen Sold bekamen, wurden Führungskräfte und Minister schwer reich. Viele leben heute im Ausland, viele haben Immobilien erworben. Warum sollten die afghanischen Sicherheitskräfte für dieses System, das zudem von seinen westlichen Partnern fallengelassen wurde, ihr Leben riskieren?“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)101(neu), S. 8–9 (Original, neues Fenster)

Der frühere Gouverneur Atta Mohammed Noor sei ein herausragendes Korruptionsbeispiel (NZZ 2014: „lebt wie ein König und regiert wie ein Mafiachef”); ein weiteres seien die Sicherheitskräfte selbst: Während Soldaten Munition und Sold fehlten und sie hungerten, seien Führungskräfte und Minister schwer reich geworden, viele lebten heute im Ausland mit Immobilien. Petersmann fragt rhetorisch, warum die Sicherheitskräfte für ein solches System ihr Leben riskieren sollten.

Thema: Afghanische Regierung & Streitkräfte Akteure: Atta Mohammed Noor stellungnahmen\03-petersmann.json
Bewertung Frage 10 — Regionale Absprachen S. 8–9

Korruption als Überlebensmodus: Mohnanbau, „gemietete” Check-Points, Benzin & Öl als Währung

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„Bestes Beispiel: Mohn – und Drogenanbau. WIR, die NATO, sahen es, schritten aber nicht ein: Das wäre als Überschreitung des Mandats - mission creep …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Bestes Beispiel: Mohn – und Drogenanbau. WIR, die NATO, sahen es, schritten aber nicht ein: Das wäre als Überschreitung des Mandats - mission creep - verstanden worden. Der „Dorfpolizist” schritt nicht ein, weil es sein Leben gekostet hätte und so weiter. Man konnte sich auch einen Grenzposten oder Check-Point „mieten” – der örtliche afghanische Führer besserte so sein Konto auf. Ismael Khan, DER Herrscher im Raum HERAT, soll das gefördert haben. Auch Gouverneur Atta im Norden sagte man ähnliche Geschäfte nach. Schließlich Benzin & Öl. Das war faktisch die wichtigste Währung und alle Afghanen und Nachbarländer machten da mit.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)99, S. 8–9 (Original, neues Fenster)

Beim Mohn- und Drogenanbau habe die NATO nicht eingegriffen, weil dies als „mission creep” gegolten hätte; lokale Polizisten hätten dies aus Lebensgefahr nicht getan. Check-Points und Grenzposten habe man „mieten” können; namentlich Ismael Khan im Raum Herat und Gouverneur Atta im Norden hätten solche Geschäfte gefördert. Benzin und Öl seien faktisch die wichtigste Währung gewesen, an der alle (Afghan:innen und Nachbarländer) mitverdienten.

Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: Ismael Khan, Atta Mohammed Noor, NATO stellungnahmen\06-domroese.json
Bewertung ANDSF-Faktor 5 — Versäumnis nationaler Sicherheitsplan S. 25–27

Ghani versäumte nationale Sicherheitsstrategie und kündigte sie erst am 26.07.2021 an

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„Wie der frühere Finanzminister Khalid Payenda … behauptete, hatten die Diskussionen über einen Sechsmonatsplan „in Wirklichkeit den Hintergrund, dass …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Wie der frühere Finanzminister Khalid Payenda … behauptete, hatten die Diskussionen über einen Sechsmonatsplan „in Wirklichkeit den Hintergrund, dass festgestellt wurde, dass es keine Soldaten gab”. Einem afghanischen Amtsträger zufolge versprach Präsident Biden in einem Telefonat am 23. Juli eine enge Luftunterstützung durch die USA unter der Bedingung, dass es eine klare militärische Strategie gibt, die die USA unterstützen könnten. Nach einem landesweiten Blitzangriff der Taliban im Mai und Juni 2021 kündigte Präsident Ghani schließlich am 26. Juli 2021 eine nationale Sicherheitsstrategie an. Zu dem Zeitpunkt hatte die afghanische Regierung nur noch kaum mehr als die Hauptstadt unter ihrer Kontrolle. … [Ghani] machte sich diejenigen zu politischen Feinden, die bei der Abwehr des Aufstands hätten helfen können; tatsächlich hatten sich diese regionalen Akteure in den 1990er-Jahren den Taliban am stärksten widersetzt.“

Quelle: Ausschuss-Drs. 20(27)196, S. 25–27 (Original, neues Fenster)

Erst am 26.07.2021, nach landesweitem Taliban-Blitzangriff im Mai und Juni, kündigte Ghani eine nationale Sicherheitsstrategie an; da kontrollierte die Regierung kaum mehr als die Hauptstadt. Bidens Zusage enger Luftunterstützung (23.07.2021) war an eine klare militärische Strategie geknüpft. Payenda: hinter den Sechsmonatsplänen habe die Erkenntnis gestanden, „dass es keine Soldaten gab”. Ghani habe die regionalen Anti-Taliban-Akteure der 1990er (Dostum, Atta, Ismail Khan) zu politischen Feinden gemacht.

Thema: Afghanische Regierung & Streitkräfte Akteure: Khalid Payenda, Joe Biden, Abdul Raschid Dostum, Atta Mohammed Noor… stellungnahmen\11-sopko-young-schriftlich.json