Bridge the Gap.

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Andreas Krüger (AA)

In 5 Aussagen genannt.

Feststellung Teil 2, Kap. 2, Erster Abschnitt 5–6 — Warten + Zeitbedarf S. 225–226

Groeters (BMVg) an Krüger (AA), 12.03.2021: „4–6 Monate für geordnete Rückverlegung — alles Kürzere ist Gestümpe“

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„Lieber Andreas, ich gehe davon aus, dass es gelingen wird, die notwendige Zeit zu verhandeln, wenn an die TLB ein eindeutiges, glaubwürdiges und in …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Lieber Andreas, ich gehe davon aus, dass es gelingen wird, die notwendige Zeit zu verhandeln, wenn an die TLB ein eindeutiges, glaubwürdiges und in den eigenen Reihen verhandelbares Abzugssignal gesendet werden kann. D.h. für uns: wenn es „geordnet“ ablaufen soll 4-6 Monate! Alle kürzeren Zeiten, die da herumgeistern sind Gestümpe.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 225–226 (Original, neues Fenster)

Im Frühjahr 2021 drängte die Bundesregierung verstärkt auf eine NATO-Entscheidung, denn die Abzugsfrist 30.04.2021 rückte näher. NATO-Militärbehörden (SHAPE, JFC Brunssum) forderten „Prudent Planning“. Am 12.03.2021 schrieb Oberst i. G. Groeters (BMVg) an Krüger (AA): mindestens 4–6 Monate für eine geordnete Rückverlegung seien nötig, alles Kürzere sei „Gestümpe“. Selbst große Truppensteller hätten 4 Monate Bedarf kommuniziert.

Thema: Abzug & Rückverlegung 2021-03-12 Akteure: Oberst Groeters (BMVg), Andreas Krüger (AA) abschlussbericht\teil2-kap2-abzug-rueckverlegung.json
Sondervotum Teil 3, Kap. 5, Abschnitt 3.1.5 — Servile Haltung S. 1004–1005

Krüger-Aussage: Afghanistan eines der „wenigen Felder gemeinsamer Interessen” mit Trump-Administration

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„Andreas Krüger, Leiter des Afghanistan-Referats im AA, gab zu erkennen, weshalb man sich deutscherseits den Bemühungen der Amerikaner um einen …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Andreas Krüger, Leiter des Afghanistan-Referats im AA, gab zu erkennen, weshalb man sich deutscherseits den Bemühungen der Amerikaner um einen Friedensschluss anschloss und die für die Zukunft des deutschen Engagements essenzielle Frage nach einem Truppenabzug in die Gestaltungshände der Amerikaner legte: Man sah, so Krüger, in der Afghanistan-Politik eines der wenigen Felder, in dem gemeinsame Interessen mit der Trump-Administration bestanden.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 1004–1005 (Original, neues Fenster)

Andreas Krüger (Leiter AFG-Referat AA) erklärte laut AfD vor dem Ausschuss, weshalb sich die deutsche Seite den US-Doha-Bemühungen anschloss: Afghanistan sei eines der wenigen Felder gemeinsamer Interessen mit der Trump-Administration gewesen. Eine Infragestellung der Doha-Verhandlungen hätte die deutsch-amerikanischen Beziehungen weiter belastet, weshalb das AA „den amerikanischen Weg” mitging, obwohl es den Einsatz selbst fortsetzen wollte. Bellmann bettete dies in den Gesamtzusammenhang (Ukraine-Russland-Vorlauf, Syrien, NATO-Hirntod-Debatte) ein.

Sondervotum Teil 3, Kap. 5, Abschnitt 4.4 — Krüger/Prügel-Mailwechsel S. 1012

AA-interner Mailwechsel Mai 2020: Krüger und Prügel als „Realisten/Zyniker”, afghanische Politik geht um „Status/Rang, Privilegien und Budget”

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„„Ansonsten finde ich das Papier geradezu entlarvend bzgl. dessen, worum es all diesen Herren […], die die AFG Politik der letzten Jahrzehnte bestimmt …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„„Ansonsten finde ich das Papier geradezu entlarvend bzgl. dessen, worum es all diesen Herren […], die die AFG Politik der letzten Jahrzehnte bestimmt haben und leider auch weiterhin maßgeblich bestimmen, eigentlich geht: Status/Rang, Kompetenzen/Einfluss, Protokoll (Sicherheit etc.), Privilegien und Budget. Und da geht es beileibe nicht nur um Dostum, der als stv. Oberkommandierender im Marschall-Rang abgefunden werden soll.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 1012 (Original, neues Fenster)

Im AA-internen Mailwechsel (Mai 2020) kommentierten Botschafter Peter Prügel und Referatsleiter Andreas Krüger einen Kompromissvorschlag des Lagers Abdullah Abdullah „entlarvend”: Es gehe in der afghanischen Politik um „Status/Rang, Kompetenzen/Einfluss, Protokoll (Sicherheit etc.), Privilegien und Budget”, nicht um programmatische Politikinhalte. Krüger äußerte sein „Kopfschütteln über die ,afghanische Realität‘”. Aus AfD-Sicht zeigt der Mailwechsel, dass der deutschen Seite die Schwächen der afghanischen Polit-Elite klar bewusst waren.

Sondervotum Teil 3, Kap. 5, Abschnitt 8.3 — Mandatsverlängerung S. 1036–1037

April 2021: Taliban genehmigten Angriffsplanung auf Camp Marmal nach deutscher Mandatsverlängerung

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„„Aufbau von Vertrauen ist ein schwieriges & langwieriges Unterfangen; das verspielen von Vertrauen kann schnell geschehen. […] Unglücklicherweise hat …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„„Aufbau von Vertrauen ist ein schwieriges & langwieriges Unterfangen; das verspielen von Vertrauen kann schnell geschehen. […] Unglücklicherweise hat DEU mit der Entscheidung, das Mandat der Truppen zu verlängern, eine unerwartete Entscheidung getroffen, anders als jeder andere NATO-MS. […] sollte – gott verhüte – ,etwas geschehen‘, dann sei dies allein die Verantwortung der deutschen Regierung.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 1036–1037 (Original, neues Fenster)

Nach Verlängerung des Bundeswehrmandats am 25.03.2021 reagierten die Taliban verärgert: Sie sahen darin einen deutschen Alleingang und vermuteten einen längerfristigen militärischen Verbleib. Bereits am 01.04.2021 meldete der BND, dass die Taliban-Führung Planungen für einen militärischen Angriff auf das deutsche Feldlager in Masar-i-Sharif genehmigt hatte. Auch die Biden-Administration kritisierte die deutsche öffentliche Mandatskommunikation als „schädlich”. Warum die befürchteten Angriffe ausblieben, konnte vom Ausschuss nicht erhellt werden.

Thema: Abzug & Rückverlegung März–April 2021 Akteure: Taliban, Andreas Krüger (AA), Biden-Administration, BND sondervoten\afd.json
Sondervotum Teil 3, Kap. 5, Abschnitt 9.2 — AKK-Alleingang S. 1041–1045

17.04.2021: Kramp-Karrenbauer-Alleingang zur Vereinfachung des OKV ohne Ressort- und Hausabstimmung

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„„Ich habe diesen Artikel in n-tv morgens um Viertel vor neun am Samstagmorgen mit einer Tasse Kaffee in der Hand, also wie in einem Film—Ich hatte …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„„Ich habe diesen Artikel in n-tv morgens um Viertel vor neun am Samstagmorgen mit einer Tasse Kaffee in der Hand, also wie in einem Film—Ich hatte keine Ahnung. Keiner hatte von uns [Arbeitsebene BMVg] eine Ahnung, dass Frau Kramp-Karrenbauer dieses Statement kundtut.“

Quelle: Drs. 20/14700, S. 1041–1045 (Original, neues Fenster)

Am 17.04.2021 verkündete Ministerin Kramp-Karrenbauer öffentlich (Statement an n-tv) ein vereinfachtes Ortskräfteverfahren für BMVg-OK, ohne vorherige Absprache mit Hausarbeitsebene, AA, BMI, BMZ. BMI-Referatsleiterin Bender stellte fest: § 22 Satz 2 AufenthG sehe Einzelfallprüfung vor, keine „latente Bedrohung aller Ortskräfte pauschal”. Krüger (AA): „Ich kann vor einer Aufweichung unserer Kriterien im OKV nur warnen.” Der zuständige BMI-Kollege wusste laut Bender, dass AKK „durchaus alle Fakten und unsere Sachargumente kennt, aber immer wieder auf den politischen Druck verweist”.

Thema: Ortskräfte April 2021 Akteure: Annegret Kramp-Karrenbauer, Andreas Krüger (AA), Bender (BMI), Helge Braun sondervoten\afd.json