Bridge the Gap.

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Almut Wieland-Karimi

In 2 Aussagen genannt.

Sachverständige:r Kap. 5.2 — Stabilisierung 2002–2008 S. 214

Brahimi: VN-Priorität war funktionierender Staat (Polizei und Justiz) statt Demokratie; das Ergebnis sei nicht gut gewesen

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„Auf Nachfrage erklärte Brahimi, Förderung der Demokratie habe zu Beginn des internationalen Einsatzes in Afghanistan für die Vereinten Nationen keine …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Auf Nachfrage erklärte Brahimi, Förderung der Demokratie habe zu Beginn des internationalen Einsatzes in Afghanistan für die Vereinten Nationen keine Priorität gehabt. Es sei vielmehr vorrangig darum gegangen, einen funktionierenden Staat zu schaffen. Der brauche vor allem eine Polizei und ein Justizsystem, die beide effizient und nicht korrupt sein dürften. In beiden Punkten habe man nach seiner Einschätzung nicht gut abgeschnitten.“

Quelle: Drs. 20/10400, S. 214 (Original, neues Fenster)

Brahimi erläuterte: Demokratieförderung sei zu Beginn keine VN-Priorität gewesen, vielmehr ein funktionierender Staat mit effizienter, nicht-korrupter Polizei und Justiz. In beiden Punkten habe man nicht gut abgeschnitten. Wieland-Karimi (Friedrich-Ebert-Stiftung Kabul) bestätigte: Zunächst sei es um Stabilität gegangen, nicht um Demokratisierung. Sie kritisierte das Präsidialsystem und das Wahlsystem ohne Parteienzulassung als Fehler.

Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: Lakhdar Brahimi, Almut Wieland-Karimi enquete\zwischenbericht-anhoerungen.json
Sachverständige:r Kap. 5.2 — Entwicklungszusammenarbeit S. 215

Wieland-Karimi: Logik „jedes Projekt muss Erfolg sein“ verhinderte Fehlerkultur und führte zu Schönfärberei in Berichterstattung

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„Investitionen im Allgemeinen sind risikobehaftet, so auch in einem fragilen, nicht funktionierenden Staat. Dennoch herrschte die Logik vor, dass …“Ganze Stelle zeigenKürzer zeigen
„Investitionen im Allgemeinen sind risikobehaftet, so auch in einem fragilen, nicht funktionierenden Staat. Dennoch herrschte die Logik vor, dass jedes Projekt – ob von der zivilen, der polizeilichen, der militärischen oder der entwicklungspolitischen Seite – ein Erfolg sein müsse. Es gab keine Misserfolge, und es existierte keine richtige Fehlerkultur. Das hat sicherlich auch zu der späteren Schönfärberei in der Berichterstattung geführt, weil alles immer nur Erfolge waren.“

Quelle: Drs. 20/10400, S. 215 (Original, neues Fenster)

Dr. Almut Wieland-Karimi (Friedrich-Ebert-Stiftung Kabul 2002–2005) kritisierte die Logik, dass jedes Projekt (zivil, polizeilich, militärisch oder entwicklungspolitisch) ein Erfolg sein müsse. Es habe keine richtige Fehlerkultur gegeben, was zur späteren Schönfärberei in der Berichterstattung beigetragen habe. Eine systematische Evaluierung sei nie erfolgt. Der Umfang fließender Mittel habe „sicherlich zur Korruption beigetragen“.

Thema: Lehren für die Zukunft Akteure: Almut Wieland-Karimi enquete\zwischenbericht-anhoerungen.json